Arizona – Grüne Wüstenwildnis und Wildwest-Romantik im Süden der USA



Reiseziel USA - Urlaub in Arizona

Es muss nicht immer nur die berühmte Schlucht sein, wenn man an Arizona denkt – im Süden des Grand-Canyon-Bundesstaates der USA ziehen meterhohe Kakteen und Wildwest-Mythen die Besucher in ihren Bann.

Arizona liegt im Südwesten der USA und ist geprägt von atemberaubenden Felsformationen, Wüsten, Kakteen und den Canyons. Über 25 Prozent der Fläche des Bundesstaates, der im Süden an Mexiko grenzt, ist Reservatland. Hier leben 22 heimische Indianerstämme. Die Nähe zu Mexiko macht sich auf der einen Seite sowohl kulturell als auch kulinarisch bemerkbar, man muss aber auch mit vielen Passkontrollen rechnen. Wer die Gegend bereist, sollte seine Dokumente also immer griffbereit zur Hand haben.

Und Bereisen lohnt sich. Reisen nach Arizona sind das ganze Jahr über möglich. Je nach Höhenlage ist das Klima sehr verschieden. Im Süden des Landes liegt Yuma – die Stadt gilt als einer der sonnigsten Orte der Welt. Ist man hier, dann fällt es schwer zu glauben, dass der Norden Arizonas mit bedeutenden Wintersportorten aufwarten kann, so etwa die Stadt Flagstaff.

Wer nach Arizona reist, der will in vielen Fällen hauptsächlich eins – den Wilden Westen erleben und einmal Cowboy oder Cowgirl sein. Dafür gehören für viele Touristen Ausritte und der Besuch einer Ranch zum absoluten Standard-Programm, ebenso aber auch Ausflüge ins nahe Mexiko oder auch nach Kalifornien.

Hoch zu Ross durch Kakteen und Wüste

Im Süden Arizonas steht Reisenden, für die das Glück dieser Welt auf dem Rücken der Pferde liegt, dafür die friedliche Wildnis der Sonora-Wüste zur Verfügung. Riesige Kakteen säumen den Weg, manche blühen in Gelb und Pink, man hört leises Hufscharren, eine Brise wirbelt Staub auf – Wildwest-Romantik wie im Film.

Die Sonora-Wüste zählt zu den artenreichsten Wüsten der Welt, die Einwohner bezeichnen sie deswegen gern stolz als den „Regenwald unter den Wüsten“. Besonderer Hingucker sind die majestätischen Riesensäulen-Kakteen, die man auch Saguaros nennt. Die beeindruckenden Pflanzen, die als Symbol des Südwestens der USA gelten, ragen bis zu 15 Meter in den Himmel und können mitunter 250 Jahre alt werden.

Bei einigen Indianerstämmen wurden die Kakteen als Mitglieder ihrer Stämme verehrt. Touristen lieben es, sich neben den großen Exemplaren ablichten zu lassen.

Fünf Autostunden von Tucson in westlicher Richtung entfernt liegt der Organ Pipe Cactus National Monument – ein Nationalpark, der nach den vielarmigen Orgelpfeifenkakteen, die es in den USA nur hier gibt, benannt ist. Für Naturliebhaber ist der Park eine wahre Oase. 350 Vogelarten leben hier, es gibt Dickhornschafe, den Rennkuckuck, Kojoten, viele Echsenarten und ab und zu kann man auch einer Klapperschlange begegnen. Wanderer können hier die Weite der grünen Wüstenlandschaft in Ruhe genießen, denn die von Gebirgsketten gesäumte Gegend gilt im Gegensatz zum Norden mit seinem berühmten Grand Canyon noch eher als Geheimtipp.

Geschichte erleben – im Staatsgefängnis oder in der Geisterstadt

Dem Wilden Westen lässt sich auch an authentischen Orten nachspüren und das Gefühl von damals einfangen. Am Colorado River ganz im Südwesten Arizonas liegt das Städtchen Yuma. Hier befindet sich das berühmt-berüchtigte „Territorial Prison“, das von 1876 bis 1909 das wichtigste Gefängnis in Arizona war. Der Besucher erfährt heute aus Schaukästen viel Interessantes und Geschichten seiner mehr als 3000 Häftlinge. Gelegentlich wird es heute von Hollywood als Kulisse benutzt, bis Los Angeles sind es nur gut vier Stunden.

Rund 40 Meilen nordwestlich von Yuma kann man das mitten in der Wüste und nahe einstiger Silberminen liegende „Castle Dome Mine Museum“ besuchen. In der Geisterstadt mit dem rauen Charme des Wilden Westens gibt es ca. 20 Gebäude – vom Saloon bis zur Schmiedewerkstatt. Und die beherbergen unzählige originale Exponate aus der Zeit, als hier noch Revolverhelden das Sagen hatten. Es gibt  Schnapsflaschen, Waffen, Mitteilungen des Sheriffs, einen alten Zahnarztstuhl und eine alte Levi´s-Jeans aus dem Jahr 1890, für die dem leidenschaftlichen Sammler und Besitzer des Museums bereits 20 000 Dollar geboten wurden, zu sehen.

Besonders beliebt in Arizona ist Wohnwagen-Urlaub. Deutsche Touristen zieht es bevorzugt im Sommer hierher, was viele Einheimische eher belächeln. Ist es doch eine Zeit, in der sie sich am liebsten in klimatisierte Räume zurückziehen oder im Boot auf dem Colorado River, auf dem man wunderbare Kajak-Touren unternehmen kann, nach Abkühlung suchen. Sich freiwillig Temperaturen über 40 Grad Celsius auszusetzen, löst schon manchmal verständnisloses Kopfschütteln aus. Im Winter ist die Gegend ein beliebter Aufenthaltsort für „Kälte-Flüchtlinge“ aus Kanada und Alaska.

 

 

 

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